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Stimmungsindikator für Dienstleister der Informationsgesellschaft fällt auf historischen Tiefstand
Stimmungsindikator für Dienstleister der Informationsgesellschaft fällt auf historischen Tiefstand
Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"
Neuss / Mannheim, 07.10.2008
Der ZEW-IDI, Stimmungsindikator für den Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft, der sowohl die IKT-Dienstleister als auch die wissensintensiven Dienstleister umfasst, fällt im dritten Quartal 2008 auf 52,3 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit der Einführung des Indikators im vierten Quartal 2003. Ursache des starken Rückgangs ist die pessimistischere konjunkturelle Stimmung bei den IKT-Dienstleistern, zu denen Softwareunternehmen, IT-Dienste, der IKT-Handel und Telekommunikationsdienstleister zählen. Der Stimmungsindikator für die Teilbranche der IKT-Dienstleister fällt denn auch im dritten Quartal 2008 auf 46,9 Punkte. Er liegt damit unter dem kritischen Wert von 50 Punkten, was auf eine Verschlechterung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal hinweist. „Die derzeit eher verhaltene Stimmung bei den IKT-Dienstleistern wird vor allem durch den Umsatzrückgang und die geringere Nachfrage in dieser Teilbranche verursacht.“ sagt Jenny Meyer, Wissenschaftlerin am ZEW. Der Teilindikator, der die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage der IKT-Dienstleister wiedergibt, liegt bei 44,5 Punkten. Doch nicht nur die aktuelle Lage wird negativ beurteilt, auch die Erwartungen der IKT-Dienstleister für das vierte Quartal 2008 sind getrübt. Im Vergleich zum Vorquartal ist der Anteil der IKT-Dienstleister, der mit steigenden Umsätzen und einer erhöhten Nachfrage rechnet gesunken. Der Teilindikator, der die Bewertung der Geschäftserwartungen widerspiegelt sinkt auf 49,4 Punkte. Dies ist das Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im September 2008 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage am Ende der Pressemitteilung).
Die trübe Stimmung bei den IKT-Dienstleistern ist von zwei Entwicklungen geprägt: einerseits durch die nicht mehr so optimistische Beurteilung der konjunkturellen Lage durch die Softwareunternehmen, IT-Dienstleister und IKT-Händler und andererseits durch die deutlich negativere Bewertung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Telekommunikationsdienstleister.
Die konjunkturelle Stimmung bei den wissensintensiven Dienstleistern, also Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung und Werbung, hat sich im dritten Quartal 2008 nur leicht eingetrübt. Der Stimmungsindikator für die Unternehmen aus den wissensintensiven Dienstleistungsbereichen sinkt im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 um 6,3 Punkte auf 61,4 Punkte. Damit bewerten die wissensintensiven Dienstleister ihre konjunkturelle Situation zwar weniger positiv als im Vorquartal, der Indikatorwert drückt aber nach wie vor eine optimistische Stimmung aus. Die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen werden von den wissensintensiven Dienstleistern gleich beurteilt. Beide Teilindikatoren liegen bei je 61,4 Punkten.
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Ihre Ansprechpartner beim ZEW
ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien L 7, 1
68161 Mannheim
Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax: 06 21 / 12 35-333
meyer@zew.de
www.zew.de
Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der
Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im
einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den
Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und
Umweltökonomik tätig.
Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei
industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.
Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen
(jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit
gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den
Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100
annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal
hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:
ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)
Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.
Allgemeine methodische Hinweise (PDF)
Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)
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Ihr Ansprechpartner
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Verband der Vereine Creditreform e.V. Herr Michael Bretz Wirtschaftsforschung
Tel.: 0 21 31 / 109-171 Fax: 0 21 31 / 109-176
analysen@creditreform.de
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