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Regionencheck: Analyse zum Pleiterisiko im Ruhrgebiet 2006
Regionencheck: Pleiterisiko im Ruhrgebiet 2006
Das Ruhrgebiet weist ein „erhöhtes Ausfallrisiko“ auf. Vor allem kleine Unternehmen sind stark davon betroffen.
Dortmund, 20.04.2007
Unter dem Begriff „Pleite“ wird in diesem Zusammenhang die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, die Haftanordnung zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung oder das Insolvenzverfahren verstanden.
Um die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Region anhand von Zahlen deutlich zu machen, wurde der Creditreform-Risiko-Indikator (CRI) entwickelt. Im Jahr 2006 gab es im Ruhrgebiet von 150.897 Unternehmen 4.295 Ausfälle, also Pleiten. Das ergibt einen CRI von 2,85 % und bedeutet ein „erhöhtes Ausfallrisiko“. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich dieser Indikator jedoch schon verbessert, denn im Jahr 2003 lag er noch bei 3,10 %.
Herne ist mit 3,64 % im Ruhrgebiet am stärksten von Ausfällen bzw. Pleiten betroffen; dicht gefolgt von Dortmund mit 3,24 % und dem Kreis Recklinghausen mit 3,23 %.

Abbildung: Die Bewertungsskala reicht von einem "sehr geringen Ausfallrisiko" bis zum einem "sehr hohen Ausfallrisiko"
Besonders kleine Unternehmen haben ein hohes Ausfallrisiko, vor allem diejenigen, die einen Umsatz von weniger als 500.000 Euro im Jahr ausweisen. Gastgewerbe sind mit einem CRI von 5,53 % im Ruhrgebiet besonders gefährdet, gefolgt von Verkehr- und Nachrichtenübermittlung mit 4,35 %. Krisensicher sind dagegen die Energie- und Wasserversorgung, das Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen, sowie Erziehung und Unterricht. Auch bei Betrachtung der Gesamtwirtschaft in Deutschland spiegeln sich diese Feststellungen wider.
Durch die Pleiten im Ruhrgebiet sind 18.330 Arbeitsplätze verloren gegangen.
Laut Prognose für 2007 gibt es für das Ruhrgebiet nur eine leichte Verbesserung des Creditreform-Risiko-Indikators von 2,85 % auf 2,80 %, also besteht auch weiterhin ein „erhöhtes Ausfallrisiko“.
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