SchuldnerAtlas 2008: Überschuldungssituation im Ruhrgebiet
Schuldnerquote ist erstmalig seit 2004 rückläufig
Dortmund, 12.02.2009
Die deutschlandweite Arbeitslosenquote hat sich im zeitlichen Gleichklang mit der Kon-junkturbelebung ab 2005 / 2006 deutlich verringert. Die deutschlandweite Schuldnerquote ist mit einer zeitlichen Verzögerung von rund 2 Jahren auf den Beginn des Rückgangs der Arbeitslosenquote von 10,85% in 2007 auf 10,11% in 2008 gesunken. Auch in NRW ist die Quote um -0,57 Prozentpunkte auf 11,65% zurückgegangen (Analyse SchuldnerAtlas Deutschland, Creditreform, Nov. 2008).
Wie hat sich die Situation im Ruhrgebiet entwickelt?
Im Ruhrgebiet ist die Schuldnerquote ebenso wie in Deutschland erstmalig seit 2004 rück-läufig. In Zahlen bedeutet das, dass die Quote von 11,98 Prozent in 2004 auf 13,85 Prozent in 2007 gestiegen ist, in 2008 ist sie wieder auf 13,35 Prozent gesunken und liegt damit knapp unter dem Wert von 2006.
Die Ursache hierfür kann nur in der positiven Entwicklung der Arbeitslosenquote der letzten Jahren gesehen werden. Seit Dezember 2005 ist die Quote von 15,3 Prozent auf 11,4 Prozent im September 2008 (Dez. 11,0%) gesunken.
Abbildung 2: Schuldneratlas nach Postleitzahlen für das Ruhrgebiet (zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)
Vergleicht man die Entwicklung der einzelnen Kommunen des Ruhrgebiets, so lässt sich zunächst feststellen, dass sich die Schuldnerquote überall verringert hat.
Im Städterranking liegt der Ennepe-Ruhr-Kreis mit 10,85 Prozent vorne und auch unterhalb des NRW-Wertes. Ebenfalls unter 12 Prozent liegen der Kreis Unna, Mülheim an der Ruhr, Bochum und Bottrop. Das Schlusslicht bildet Gelsenkirchen mit 16,71 Prozent von dem sich Duisburg mit 16,29 Prozent nur unwesentlich abhebt.